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JouJou eine kleine Shih-Tzu-Hündin zieht ein! Der größte Wunsch meines Frauchens war es, einen Hund zu besitzen. Lange blieb dieser Wunsch unerfüllt. Bis sie eines Tages eine Bekannte traf, deren Shih-Tzu-Hündin 4 Welpen zur Welt gebracht hatte. Dann war´s um Sie geschehen. Diese kleinen Wollknäuel hatten es ihr angetan. Aber leider waren alle 4 schon vergeben. Also wurde der Familienzuwachs erst mal wieder aufgeschoben. Doch dann las sie in der Zeitung, daß ein Hobbyzüchter aus altersgründen seine Zucht aufgeben wollte. Dieser Mann hatte noch 3 Welpen die bereits 13 Wochen alt waren (schön für die Kleinen, die die Chance hatten so lange im Rudel zu bleiben) zur Abgabe. Allerdings wollte er sie nur an Personen abgeben, die sie nicht zur Zucht verwenden wollten. Da mein Frauchen das ohnehin nicht vorhatte, hieß es an einem Wochenende - los nach Mainz - wir schauen uns die 3 mal an. |
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In Windeseile die Freundin eingepackt, die ja
Erfahrung mit Shih-Tzu´s hatte, und nix wie los. Dort angekommen, wurden wir
sehr herzlich empfangen. Sowohl vom (Noch)Zücher als auch von den 3 Rackern
(1 Rüde und zwei Hündinnen) mit zugehöriger Mutter und einer "Tante" die der
Herr genauso wie die Zuchthündin behalten wollte. Die Hundchen hatten es
wirklich schön. Haus und Garten konnten sie ungehindert nutzen (rein, raus,
um den Tisch getollt und wieder zurück). Es war richtig schön zuzuschauen.
Na ja - die 3 Kleinen waren wirklich putzig. Der Rüde hatte bereits eine
neues Zuhause gefunden und sollte heute noch abgeholt werden. Also blieben
die beiden Hündinnen zur Wahl. Nachdem mein Frauchen erfuhr, dass eine der
beiden einen kleinen Zuchtfehler hätte (sie schielte auf einem Auge), war
die Wahl nicht schwer. Sie sagte, sie möchte gerne einen kleinen Freund und
da käme es auf den kleinen Fehler nicht an. Schon war klar ich hatte auch
ein neues Zuhause gefunden. JouJou sollte ich heißen. Alle notwendigen
Dinge wurden geklärt und dann hieß es auch für mich Abschied nehmen von
meiner Hundefamilie. Auf dem Arm wurde ich zum Auto getragen, eingekuschelt
in eine Wolldecke und gut in einer Transportbox untergebracht. Trotzdem -
Angst hatte ich schon. Nicht wegen des Autofahrens - nein das war ich ja
gewöhnt - aber was erwartet mich dort? Die Fahrt dauerte lange und endlich -
mitten in der Nacht kamen wir im neuen Zuhause an. Es war dunkel und schon
spät. Einmal noch "Gassi gehen" dann ab ins Bett (schööööön). In die Arme
meines neuen Frauchens gekuschelt war ich so müde, dass ich meine fehlende
Hundefamilie vergaß und schnell einschlief. Am nächsten Morgen dann das böse
Erwachen. Wo war ich? Wer ist die Frau? Erwartet mich Gutes? Und dann - noch
eine Frau und ein Mann. Die hatte ich noch nie gesehen. Die andere Frau war
von meiner Anwesenheit anscheinend nicht gerade begeistert. Schickt sie mich
wieder weg? Nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass die Mutter meines
Frauchens Angst vor Hunden hatte (Katzen jedoch liebte). Das war meine
Chance. Die Angst kann ich ihr nehmen dachte ich - und es gelang mir auch!
Bald hatte auch sie mich in ihr Herz geschlossen und ich brauchte keine
Angst mehr zu haben, dass ich nicht bleiben durfte. Der Herr des Hauses wer
völlig unproblematisch. Auch er wollte eigentlich immer mal einen Hund
(allerdings verstand er darunter etwas in der Größenordnung Schäferhund oder
Ähnliches). In diesem Haus wohnte ich 3 schöne Jahre lang. Im Garten konnte
ich herumtollen und fühlte mich richtig wohl. Dann musste ich mit meinem Frauchen umziehen. Leider hatten wir dann kein Haus mit Garten mehr. Aber schön war's da auch. Man musste allerdings immer erst ein Stück mit dem Auto fahren (was mir ja nix ausmachte) um länger Spaziergänge zu machen. Daher gab´s die meist an den Wochenenden. Und als mein Frauchen dann mein Herrchen kennen lernte, wurde wieder umgezogen. In den Raum Karlsruhe. Wir hatten Glück und fanden eine schöne, helle Wohnung direkt am Waldrand. Super zum Gassigehen. Einfach optimal. Dort sind wir dann geblieben. Bis zum Ende meines Lebens. Allerdings gab es noch eine Zeit, die weniger schön war. Herrchen und Frauchen mussten sehr viel arbeiten und dadurch war ich viel alleine. Ich schlief den ganzen Tag und wurde immer trauriger. Nichts konnte mich so richtig motivieren. Herrchen und Frauchen konnten das gar nicht mehr mit ansehen. Aber weggeben kam für sie auch nicht in Frage - und für mich schon gar nicht. Was tun? ..... Sie kamen zu der Entscheidung, daß ich einen Freund oder eine Freundin brauchte, die mir die Wartezeit verschönert. Zwei sind immer besser als einer - so die Meinung von den Beiden. Na ja - das bedeutete aber auch, ich bin nicht mehr der Mittelpunkt. Will ich das überhaupt? Aber mich fragt ja keiner. Die beiden gingen dann ins Tierheim (da warten ja so viele arme Hascherln auf ein gutes Zuhause) doch das führte nicht zum gewünschte Erfolg. Zu dieser Zeit schien es nur ganz große Hunde zu geben. Der "Neuzugang" sollte doch ein bisschen zu mir passen - so meinte Herrchen. Was ja auch richtig war. Durch Zufall stießen Sie auf eine Anzeige in der Zeitung, in der ein 6er-Wurf kleiner Shih-Tzu´s abgebildet war. Bis auf einen waren noch alle zu haben. Also haben mich die beiden einfach eingepackt und mit zu der Familie genommen, die die Welpen angeboten haben (niedliche kleine Racker - wie ich als ich so klein war). Die einen dreifarbig (beige/weiß/schwarz) die anderen zweifarbig (schwarz/weiß). Allesamt wuselten und um die Beine. Eine muntere Truppe war das. Und eine Hündin kam sofort auf Herrchen und Frauchen zu und brachte ein Frolic an, das sie direkt vor ihre Füße legte. Ein lustiges Mädel, das sofort versuchte mit mir zu spielen. - Ich hielt mich aber geflissentlich zurück. Man darf sich ja keine Blöße geben. Die Entscheidung, den kleinen Wollknäuel zu uns zu nehmen, war wohl schon gefallen (so entnahm ich den Blicken von Herrchen und Frauchen). Also musste ich mich wohl damit abfinden. Ich beschloss aber für mich, dass sich die Hundedame namens "Bella" erst mal bewähren muss, bevor ich sie adoptiere. Also zog Bella bei uns ein. Alles weitere soll sie aber selbst erzählen.... |
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